Badische Tradition

ANNO 1586

Ein stolzes Wirtshaus

Vor nunmehr über 400 Jahren wurde das markante Staffelgiebelhaus als Ratsstube, Posthalterei und natürlich: als Gastwirtschaft erbaut. Aus dieser Zeit stammt noch ein Recht, das bis heute im Grundbuch von Schallstadt eingetragen ist: Das Wirtshaus trägt die Schildgerechtigkeit „zum Ochsen“, damit verbunden war die Genehmigung zum Verkauf von Getränke und Speisen, sowie Schlafstätten anzubieten.

Ein schwieriger Start

Die Geschichte unserer Familie im Ochsen beginnt 1919, als Fritz und Ida Wittmann den Ochsen als Gastwirtschaft und Metzgerei übernehmen. Doch die ersten Jahre sind hart: Der erste Weltkrieg war gerade zu Ende, der zweite stand vor der Tür, und dazwischen hatte man auch noch mit der Weltwirtschaftskrise zu kämpfen. Nach dem frühen Tod der beiden vor bzw. während dem WK 2 dauerte es bis 1948, bis Berta und Albert Jörg die Geschäfte wieder aufnehmen konnten. Im „Alten Ochsen“ gab es einen Tanzboden, der von Kaspar Jörg zu 5 Fremdenzimmern umgebaut wurde, es gab eine Gemeinschaftstoilette, Schuhputzservice und –hochmodern-: Fließend kaltes und warmes Wasser ! In der Zeit bis 1980 wurden das „Gartenhaus“ und das „Stammhaus“ erbaut, die Anzahl der Betten wurde auf 56 erhöht, die Metzgerei erhielt zweimal ein neues Ladengeschäft.

Eine neue Generation

Im Jahre 1980 übernahmen die Wirtsleute Ernst und Jutta Winkler (geb. Jörg) den Ochsen und waren mit der Tatsache konfrontiert, daß die Zimmer mit Etagendusche/EtagenWC keine Akzeptanz mehr fanden. Dies war der Antrieb zur Wohl glücklichsten Entscheidung der jüngeren Vergangenheit: Ein Nachbargründstück mit 75m Länge und 15m Breite konnte erworben werden, und auf diesem Platz wurde das Gästehaus errichtet. Das Geschäftsaufkommen wurde verdoppelt, die Anzahl der verfügbaren Betten in Zimmern mit Dusche/WC stieg auf 100.

 Eine neue Aufgabe

Die Ochsenwirts-Generationen bis zum Jahre 2003 hatten ein Ziel: Unser Hotel durch Erweiterungen auf eine gesunde wirtschaftliche Basis zu stellen – und das war geglückt. Nun war und ist es an mir und meiner Frau (Peter und Henrike Winkler) den Laden für die wachsenden Gästeansprüche an Komfort und Ambiente fit zu machen. Umfangreiche Renovierungen und technische Erneuerungen standen an, auch für die nächsten 20 Jahre gehen die Ideen nicht aus ! Die wichtigsten Investitionen waren wohl der Einbau zweier Blockheizkraftwerke, der Umbau im Stammhaus mit Sanierung der Hotelzimmer-Bäder und Einbau eines Personenaufzuges, die Neugestaltung der Gartenwirtschaft und unser neuer Spielplatz.